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Kulturnachrichten

Sonntag, 25. Februar 2018

Rumänischer Film gewinnt Berlinale

Den Großen Preis der Jury bekommt Malgorzata Szumowska für "Twarz"

Der radikale rumänische Experimentalfilm "Touch Me Not" hat bei der 68. Berlinale überraschend den Goldenen Bären gewonnen. Regisseurin Adina Pintilie (38) erforscht in ihrem semidokumentarischen Film die Spielarten und Grenzen menschlicher Sexualität. Während des Festivals hatte das auch mit deutschem Geld realisierte Werk die Kritiker gespalten. Als Präsident der Jury hatte sich Regisseur Tom Tykwer "wilde und sperrige" Filme gewünscht. Es ist das zweite Mal, dass ein rumänischer Film die höchste Auszeichnung des Festivals gewinnt. Die deutschen Favoriten gingen leer aus, obwohl ihnen zum Teil große Chancen eingeräumt worden waren.

Berlinale: Schauspiel-Preis für Anthony Bajon

Franz Rogowski ging leer aus

Der französische Schauspieler Anthony Bajon (23) ist bei der Berlinale als bester Darsteller geehrt worden. Er bekam in Berlin einen Silbernen Bären überreicht. Er spielt in Cédric Kahns Film "Das Gebet" einen jungen Drogenabhängigen, der mit Hilfe des Glaubens von der Sucht loskommen will. Der hochgehandelte deutsche Schauspieler Franz Rogowski, der in gleich zwei Wettbewerbsfilmen zu sehen war, ging leer aus.

The-Real-Thing-Sänger Eddy Amoo gestorben

Pionier der schwarzen Soulmusik in Großbritannien

Der Sänger der britischen Soul-Gruppe "The Real Thing", Eddy Amoo, ist tot. Er wurde 74 Jahre alt und soll einem BBC-Bericht zufolge unerwartet in Australien gestorben sein. Die Band wurden einst als die "schwarzen Beatles" bezeichnet. Die Söhne ghanaischer Einwanderer aus Liverpool gelten als Pioniere der schwarzen Musik in Großbritannien. Der große Erfolg kam in den 70er-Jahren mit dem Song "You to me are everything". "Eddy war ein Showman und eine Legende" hieß es auf dem Twitter-Konto der Band. Bis zuletzt stand Eddy Amoo mit seinem Bruder Chris und Bandkollegen Dave Smith auf der Bühne. Die beiden verbliebenen Band-Mitglieder kündigten an, eine unterbrochene Tournee im April fortzusetzen.

Medienethiker für Stärkung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Netzwerk Medienethik: Öffentlicher Rundfunk garantiert die Demokratie

120 Medienethiker haben am Wochenende in München eine Stärkung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gefordert und dessen Bedeutung für die Demokratie hervorgehoben. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei einer der wichtigsten Faktoren für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, heißt es in einem nach der Jahrestagung des Netzwerks veröffentlichten Aufruf. "Dass Deutschland bis heute eine stabile Demokratie geblieben ist, verdankt es auch diesem starken Rundfunksystem.", heißt es weiter. Die Medienethiker warnen vor politischen Kräften, die die Legitimität dieses Rundfunksystems grundsätzlich infrage stellen.
In der Schweiz wird in den kommenden Tagen über die Existenz des öffentlich-rechtlichen Systems abgestimmt.

Alt-Bundespräsident Wulff Präsident des Chorverbandes

Chorverband rund eine Million Mitglieder

Das frühere Staatsoberhaupt wurde am Samstag in Berlin zum neuen Präsidenten des Deutschen Chorverbandes gewählt. Das Votum sei mit großer Mehrheit ohne Gegenstimmen erfolgt, teilte der Verband mit. Wulff (CDU) tritt damit die Nachfolge des ehemaligen Bremer Bürgermeisters Henning Scherf (SPD) an, der den Verband seit 2005 geführt hat. Christian Wulff steht für die nächsten vier Jahre an der Spitze des Verbandes, der nach eigenen Angaben mit der Deutschen Chorjugend und 21 Mitgliedsverbänden mehr als eine Million singende und fördernde Mitglieder in rund 15 500 Chören zählt.