Deutschlandradio-Mobil
Wissen

Samstag, 3. Dezember 2016

Steigende Nachfrage Der Kirche fehlen die Exorzisten

Der Katholische Kirche gehen die Exorzisten aus, also die Teufelsaustreiber.

Das meldet der Pressedienst der Italienischen Bischofskonferenz. Weltweit gibt es demnach 404 speziell ausgebildete katholische Priester, die im Exorzisten-Verband sind und den Exorzismus durchführen dürfen und 124 Hilfskräfte. Allerdings arbeiten die hauptsächlich in Italien, andere Länder sind quasi "unterversorgt". Außerdem ist in letzter Zeit laut kirchlichem Pressedienst die Nachfrage nach Exorzisten gestiegen. Wie viele Menschen genau eine Teufelsaustreibung durchführen lassen wollen, ist in dem Bericht allerdings nicht angegeben - es heißt, dazu gebe es keine verlässlichen Zahlen.

An Exorzisten wenden sich Gläubige, wenn sie denken, dass der Teufel oder eine böse Macht von ihnen Besitz ergriffen hat. Als Anzeichen dafür gelten laut Katholischer Kirche unerklärliche Körperkräfte, die Abscheu gegenüber allem Heiligen, das Wissen um verborgene Dinge oder die spontane Kenntnis fremder Sprachen.

Priester können dann den sogeannten Großen Exorzismus durchführen, das sind viele verschiedene Rituale und Gebete, die in einer bestimmten Reihenfolge durchgeführt werden. Exorzismus gibt es theoretisch auch in der Evangelischen Kirche, da wird das aber in der Praxis nicht so umgesetzt, zumindest in Deutschland nicht.

Die Katholische Kirche hat nach eigenen Angaben in Deutschland drei Exorzisten, die im Verband sind. In anderen Gegenden ist die Praxis gängiger, etwa in Südeuropa, in Afrika und Südamerika. Vor allem in Afrika fehlen der Katholischen Kirche aber professionell ausgebildete Exorzisten. [2]

Australien So heiß, dass Fledermäuse vom Himmel fallen

Hier ist Winter, in Australien ist gerade Hochsommer.

Im Bundesstaat Queensland ist es so heiß, dass sogar Fledermäuse schon vom Himmel fallen. Die Behörden warnen jetzt: Menschen sollten die Tiere nicht anfassen, um ihnen zu helfen. Denn die Fledermäuse könnten die Menschen verletzen und eventuell auch Krankheiten wie Tollwut übertragen. Eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde von Queensland sagt, dass es in letzter Zeit mehr Fälle gegeben hat, in denen Menschen kranken oder erschöpften Fledermäusen helfen wollten. Sie rechnet damit, dass das Problem noch zunimmt. Ende letzter Woche war es im Süden von Queensland bis zu 40 Grad Celsius heiß und die Hitzewelle soll auch diese Woche noch bleiben. [3]

Forschungs-Mission Nur Frauen in der Antarktis

In der Antarktis ist gerade ein Forschungsschiff unterwegs, das nur Frauen an Bord hat.

Das Ganze ist ein Projekt der australischen Organisation Homeward Bound. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Frauen zu fördern und sie fit zu machen, um international mitreden zu können. Die Organisation kritisiert, dass Frauen immer noch in der Minderheit sind, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen.

Für die Antarktis-Mission wurden 76 Frauen ausgewählt. Alle haben einen wissenschaftlichen Hintergrund - von der Pysikerin bis zur Sozialwissenschaftlerin. Drei Wochen lang erkunden sie die Antarktis und sollen sich dort den Klimawandel anschauen, aber parallel auch Führungs-Seminare bekommen. [1]

https://twitter.com/HomewardBound16/status/804775451008737281

Antike Ruinen für alle Pompeji ist jetzt barrierefrei

Die antike Ruinen-Stadt Pompeji ist beeindruckend - jetzt ist sie für Besucher barrierefrei.

Das italienische Kulturministerium hat behindertengerechte Wege eingeweiht. Auf drei Kilometern Länge gibt es jetzt keine holprigen Pfade mehr, sondern ebene Wege, unter anderem aus Holz und Stein.

Pompeji wurde im Jahr 79 nach Christus bei einem Ausbruch des Vulkans Vesuv verschüttet. Dadurch wurde die antike Stadt für Jahrhunderte konserviert. Erst 1748 wurde Pompeji wiederentdeckt und ist heute eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Italiens, nach dem Colosseum und dem Forum Romanum in der Hauptstadt Rom. [6]