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Montag, 27. Juni 2016

Fukushima Radioaktiver Glasregen

Durch die Atomkatastrophe von Fukushima wurde viel Radioaktivtät freigesetzt.

Allerdings wohl anders als gedacht. Japanische Forscher haben nachgewiesen, dass das radioaktive Cäsium aus den Reaktoren nicht mit dem Regen aus der Luft herunterkam, sondern in winzigen Glaskörnchen eingeschlossen. Das Glas entstand während der Kernschmelze und verband sich mit herumfliegenden Cäsiumpartikeln. Forscher haben die Cäsium-Glas-Körnchen in Boden- und Luftfilterproben in einem Umkreis von 230 Kilometern um Fukushima herum nachgewiesen.

Das sind schlechte Nachrichten. Eigentlich dachte man, dass das radioaktive Cäsium durch Regen weggewaschen wurde. Die Glaskörnchen sind aber beständiger und könnten noch an vielen Stellen im Boden sein. Außerdem haben die Forscher nachgewiesen, dass die Radioaktivität in den Körnchen hochkonzentriert ist - um die 100 Mal höher als das freie Cäsium im Boden. [1]

Verpackungen Y holt auch letzten Tropfen aus der Flasche

Der letzte Tropfen bleibt oft für die Flasche.

Gerade bei Shampoo, Spülmittel oder anderen flüssigen Seifen ist es schwierig, den Rest rauszukriegen. Denn die Seife haftet wegen ihrer Struktur von Natur aus gerne an anderen Materialien - nur so kann sie Fett und Schmutz von unserer Haut lösen.

Forscher der Ohio State University haben jetzt aber ein Verpackungsmaterial entwickelt, an dem auch Seife ganz leicht abperlt. Das Material haben sie mit winzigen Glas-Partikeln ausgekleidet. Die haben die Form eines Ypsilons und sind so steil entlang der Oberfläche angeordnet, dass die Seifentropfen daran nicht hängen bleiben können.

Die Erfindung könnte auch das Recycling von Plastik erleichtern. Das geht nämlich nur, wenn die Tuben, Flaschen und Becher komplett sauber sind. Allerdings funktioniert die Oberfläche laut den Forschern nur für einen bestimmten Kunststoff: Polypropylen - und der wird längst nicht für alle Kunststoffverpackungen verwendet. [2]