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Freitag, 29. Juli 2016

Beziehungen Bei Streits auch an die Zukunft denken

In einem Streit mit den Liebsten werden wir gern mal ein bisschen irrational.

Dagegen hilft ein Trick: An die Zukunft denken. Das schreiben Forscher aus Kanada und den USA in "Social Psychology and Personality Science". Für die Studie sollten Teilnehmer schriftlich von einem aktuellen Konflikt in ihrer Beziehung berichten und beschreiben, wie sie sich jetzt gerade fühlen und wie sie sich in einem Jahr fühlen würden. Die Texte haben die Psychologen dann analysiert.

Das Ergebnis: Wenn die Probanden über die Zukunft nachdachten, waren sie reflektierter und rationaler. Insgesamt sprachen sie auch positiver über ihre Beziehung und konnten ihren Partnern leichter verzeihen. Die Forscher schreiben, dieser Trick könnte auch in anderen Konflikten helfen, nicht nur in Beziehungen. [4]

Englische Bulldogge Aus Hundliebe krank gezüchtet

Kurze O-Beine, ein stämmiger Körper, eine geknautschte Nase und ein Fell, das so aussieht, als wäre es ein paar Nummern zu groß - Englische Bulldoggen schön zu findne, ist Geschmackssache.

Fakt ist, um das Aussehen der Rassehunde so hinzubekommen, haben Züchter lange gearbeitet. Und das hat Folgen für die Gesundheit der Englischen Bulldogge. Die gilt schon seit längerem als sehr anfällig für alle möglichen Krankheiten. Forscher aus den USA haben sich jetzt das Genmaterial der Hunde angeschaut und kommen zu dem Schluss: Es liegt an den Genen. Demnach gibt es viel zu viel Inzucht unter den Englischen Bulldoggen. Dadurch ist die genetische Vielfalt der Rasse verloren gegangen und das führt unter anderem zu einem schwachen Immunsystem. Die Forscher sagen: Die meisten Züchter versuchen, so viel genetische Vielfalt wie möglich hinzubekommen, aber das hilft nur wenig.

In ihren Augen lässt sich das Problem nur beheben, wenn andere Rassen in den Stammbaum der Englischen Bulldogge eingekreuzt werden. Das Problem dabei: Vielen Hundebesitzern ist es wichtig, einen reinrassigen Hund zu haben und keinen Mischling. In den USA gehört die Englische Bulldogge zu den vier meistgekauften Rassehunden. [4]

Studie Nationale Kohorte hat offenbar viele abgeschreckt

Wenn Euch ein Brief vom Meldeamt ins Haus flattert mit der Aufforderung, bei der "Nationalen Kohorte" mitzumachen - was würdet ihr tun?

In Deutschland haben offenbar viele Menschen lieber nicht mitgemacht. Wahrscheinlich weil für sie "Nationale Kohorte" irgendwie nach rechts und nach römischem Kampfverband klang. Tatsächlich ist die "Nationale Kohorte" aber nur eine Studie zur Gesundheit der Deutschen. Bis 2018 wollen die Macher eigentlich 200.000 zufällig ausgewählte Deutsche untersuchen und fünf Jahre lang begleiten. Sie wollen so herausfinden, wie man Volkskrankheiten wie Krebs, Diabetes und Demenz besser verhindern kann.

Die Macher sagen, dass sie die Sache mit dem Namen völlig unterschätzt haben. Für Mediziner sind Kohorten nämlich einfach nur Gruppen von Menschen, die man über einen längeren Zeitraum beobachtet. Damit mehr Menschen bei der Studie mitmachen, haben sie die "Nationale Kohorte" umbenannt - sie heißt jetzt "Nako-Gesundheitsstudie". [3]