Deutschlandradio-Mobil
Wissen

Dienstag, 31. Mai 2016

Rhytmus ist wichtig Dann klappt es bei Mäusen mit dem Hirn-GPS

Immer schön im Rhythmus bleiben - dann behält man auch die Übersicht.

So lässt sich das Ergebnis einer neurologischen Studie zusammenfassen, die Forscher in Japan mit Mäusen gemacht haben. Es ging dabei um das Navigationssystem, das Mäuse im Gehirn haben - eine ziemlich neue Entdeckung, für die ein US-Forscher-Paar 2014 den Medizin-Nobelpreis bekommen hat.

Die neue Studie zeigt jetzt: Dieses Hirn-GPS funktioniert nur gut, wenn die benachbarten Gehirnbereiche rhythmische Impulse senden. Die helfen den Mäusen offenbar, die Informationen über ihre Umgebung zu sortieren. Schaltete man die Impulse aus, dann konnten die Mäuse zwar noch einfache Wege zurücklegen, aber sie hatten keinen Gesamtüberblick mehr über ihre Umgebung.

Die Forscher sagen, dass das menschliche Gehirn Informationen vermutlich ähnlich ordnet - auch beim Erinnern. Die Erkenntnisse könnten deshalb helfen, Krankheiten wie Alzheimer oder Schizophrenie besser zu verstehen. [3]

Ein Platz zum Verweilen Wie Hummeln die richtige Blüte auswählen

Wenn Hummeln unterwegs sind, dann können sie schon im Anflug feststellen, ob es sich lohnt, auf einer Blüte zu landen, oder ob schon eine andere Hummel da war.

Forscher aus Großbritannien wollten wissen, wie genau die Hummeln das machen. Bekannt war, dass die Insekten Veränderungen wahrnehmen im elektrischen Feld der Pflanze.

Unklar war aber, wie die Hummeln den Strom überhaupt spüren können. Denn die Hummeln sind in trockener Luft unterwegs. Das ist eigentlich eine Umgebung, in der kein Strom fließen kann.

Die Untersuchung der Wissenschaftler zeigte jetzt: Bei den Hummeln reagieren sowohl die Fühler als auch die Härchen am Kopf auf ein elektrisches Feld. Sie werden dadurch leicht verbogen. Aber nur die Bewegung der Haare löst auch ein Nervensignal im Kopf der Hummeln aus. Die Forscher gehen davon aus, dass dieser Mechanismus zum Beispiel auch bei Bienen nachweisbar ist und dass die Tiere über elektrische Signale miteinander kommunizieren. [6]

Sonnencreme Gut für die Haut, schlecht für Korallen

Im Urlaub nach Korallen tauchen - das klingt traumhaft.

Mit der falschen Sonnencreme könnte der Traum aber schlecht ausgehen, und zwar für die Korallen. Die Initiative Wissenschaftsjahr vom Bundesforschungsministerium berichtet über eine italienische Studie, die die Auswirkung von Sonnecremes auf Korallenriffe untersucht hat.

Die Forscher berichten, dass Schwimmer einen Teil des unsichtbaren Films auf der Haut ans Meerwasser abgeben. Insbesondere die in den Cremes enthaltenen UV-Filter seien umweltschädlich, weil sie sich in den Körpern der Meeresbewohner anreichern können. Für Korallen sind sie demnach besonders gefährlich. Selbst geringe Mengen führen bei Algen, die mit Steinkorallen in Symbiose leben, zu Virusinfektionen. Die Korallen bleichen aus und sterben ab.

Das Phänomen der Korallenbleiche tritt weltweit auf und wird in der Regel mit hohen Wassertemperaturen in Verbindung gebracht. Nach Einschätzung der Forscher sind bis zu zehn Prozent der Riffe von der Bleiche, die durch Sonnencremes verursacht wird. In einigen Touristengebieten sind herkömmliche Sonnecremes deshalb schon verboten, zum Beispiel in Ökoparks in Mexiko. [3]

Regel-Studienzeit Offenbar kaum zu schaffen

Bachelor in sechs Semestern und den Master gleich hinterher in vier - das schaffen die Wenigsten.

Wie das Statistische Bundesamt meldet, sah es im Prüfungsjahr 2014 mit der Regelstudienzeit so aus: Nur vier von zehn Studierenden schlossen ihr Studium in der vorgegebenen Zeit ab. Die Großteil der Langsameren machte seinen Abschluss dann ein oder zwei Semester später - das waren bei den Bachelor- und Master-Kandidaten jeweils etwa 85 Prozent.

Insgesamt haben 2014 etwa mehr als 400.000 Studierende ihren Abschluss gemacht. Entscheidend ist die Studiendauer vor allem für Bafög-Empfänger, weil der Staat nur unter engen Auflagen über die Regelstudienzeit hinaus fördert. [5]