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Donnerstag, 25. August 2016

Erderwärmung Es ging schon früher los

Der Klimawandel ist nicht nur ein Phänomen des 20. Jahrhunderts.

Mit den wärmeren Temperaturen fing es schon um 1830 an. Das hat ein internationales Forscherteam herausgefunden. Dafür hat es natürliche Klimaarchive untersucht. Das sind zum Beispiel tropische Korallen, Baumringe und Eiskerne. An denen kann man ablesen, wie sich das Klima in der Vergangenheit entwickelt hat.

Im Fachblatt Nature schreiben die Wissenschaftler, am Anfang der industriellen Revolution habe die Menschheit noch eher geringe Mengen Treibhausgase ausgestoßen. Aber selbst die hätten eindeutig zur Erderwärmung beigetragen. Die fing in den 1830er Jahren in der Arktis und in den tropischen Ozeanen an. Dann ging es in Europa, Asien und Nord-Amerika weiter. Die Reihenfolge bestimmten vermutlich Meeresströmungen. [5]

Freizeit Malen und dichten gehen gar nicht

Mit Malen und Dichten lockt man heute niemanden mehr hinterm Ofen vor.

Das sind die unbeliebtesten Freizeitbeschäftigungen, sagt die Deutsche Stiftung für Zukunftsfragen, die das regelmäßig untersucht. Demnach hängen die meisten Deutschen mindestens ein Mal die Woche vor der Glotze. Fast genauso gerne hören sie in ihrer Freizeit Radio oder Surfen im Netz.

Im Vergleich der letzten Jahre hat neben dem Surfen im Netz als Freizeitbeschäftigung noch der Sport zugenommen: Ob ins Fitnessstudio gehen, Rad fahren oder eine Runde joggen - immer mehr Befragte bewegen sich in ihrer freien Zeit.

Ein etwas seltsamer Trend ist der Verzicht auf Freunde: Im Fünf-Jahres-Vergleich treffen sich die Leute heute seltener mit ihren Freunden oder gehen spontan bei ihnen vorbei. Und auch der Sex hat abgenommen: Regelmäßig ein Mal die Woche Sex hat nicht einmal jeder Dritte.

Weltraum Exoplanet um die Ecke

Eigentlich ist es ein Fall für ein Astronomie-Bullshit-Bingo: Neuer erdähnlicher Planet gefunden!

Meistens sind die Planeten dann auch gar nicht so erdähnlich. Sie befinden sich nur theoretisch in der richtigen Entfernung zu ihrer Sonne, um flüssiges Wasser zu besitzen. Das ist oft schon das Ende der Geschichte. Denn in der Regel sind diese Planeten zu weit weg, um aus der Ferne mehr über sie zu erfahren. Beim neuen Fund von Astronomen der Queen Mary University in London sieht es ein bisschen besser aus.

Der entdeckte Planet heißt Proxima Cen b, weil er Proxima Centauri umkreist. Das ist der nächste Nachbarstern unserer Sonne. Der Exoplanet ist etwa ein Drittel schwerer als die Erde und könnte flüssiges Wasser haben. Das Besondere ist, dass er uns so nah ist wie kein anderer bisher: Vier Lichtjahre. Das heißt, man könnte zum Beispiel Sonden hinschicken. Mit dem jetzigen Stand der Teleskope kann man noch keine Bilder von Proxima Cen b machen, weil er von seiner Sonne überstrahlt wird. Aber im nächsten Jahrzehnt könnten sie soweit sein. Dann will man zum Beispiel herausfinden, ob Proxima Cen b eine Atmosphäre hat, die Leben auf dem Planeten schützen würde. [3]